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10 Jahre im Deutschen Bundestag

28. Oktober 2019 - Berlin

Eckhard Pols MdB: 10 Jahre im Deutschen Bundestag

Berlin Am 27. Oktober 1966 zerbrach die Bonner Regierungskoalition zwischen CDU/CSU und FDP. Auf den Tag genau 43 Jahre später wurde sie (wie auch schon mehrere Male zuvor) erneut fortgesetzt. Mit der konstituierenden Sitzung begann die 17. Legislaturperiode des Bundestags. Mit dabei war ein bis dato Neuling auf bundespolitischer Ebene: Eckhard Pols (CDU) hatte das Direktmandat für den Deutschen Bundestag im Wahlkreis „Lüchow-Dannenberg/Lüneburg“ gewonnen und konnte es bis heute zwei Mal erfolgreich verteidigen.

Für ihn war es ein besonderes Gefühl, als er am 27. Oktober 2009 erstmals den Plenarsaal des „Hohen Hauses“ betrat, den Ort, wo die Bundestagsabgeordneten über Gesetze für die 82 Millionen Bundesbürger beraten und entscheiden. „Das war alles schon ein wenig fremd und ungewohnt. Nicht nur, dass man sich in den zahlreichen Gebäuden schnell mal verlaufen konnte, auch an die ganzen Vorschriften und Abläufe musste ich mich erst einmal gewöhnen“, erklärt Pols.

Von 2009 bis 2017 war Eckhard Pols Mitglied im Ausschuss für Familie, Senioren, Frauen und Jugend und hat sich dort insbesondere für die Stärkung der Familien und einen Ausgleich zwischen den Interessen der jüngeren und älteren Generation eingesetzt. Der Gorleben-Untersuchungsausschuss, dessen Mitglied er 2012/2013 war, hat ihm noch einmal tiefere Einblicke in den Politikbetrieb geliefert und gern erzählt er die eine oder andere Anekdote aus Befragungen.

Als Mitglied der Endlagerkommission hat er von 2014 bis 2016 außerdem Kriterien für die Suche nach einem geeigneten Standort für die Lagerung hochradioaktiver Abfallstoffe gesucht. In der aktuellen Legislaturperiode ist Pols Mitglied im Ausschuss für Verkehr und digitale Infrastruktur sowie im Ausschuss für Bau, Wohnen, Stadtentwicklung und Kommunen. Als Vorsitzender der Gruppe der Vertriebenen, Aussiedler und deutschen Minderheiten ist er zudem Mitglied im Vorstand der CDU/CSU-Bundestagsfraktion.

In der Rückschau sieht der Abgeordnete die Beratungen des Bundestages über die Hilfspakete für das sich seinerzeit am Rande des Staatsbankrotts befindliche Griechenland als eines der politisch spannendsten Momente seiner Abgeordnetentätigkeit. Damals sei es um die Frage gegangen, ob das hochverschuldete Griechenland neue Kredite von den Euro-Staaten erhält, wofür auch Deutschland leisten musste. „Beim ersten Rettungspaket hatte ich noch dafür gestimmt, beim zweiten mich aber enthalten und beim dritten dagegen votiert“, so Pols. „Ich bin bis heute überzeugt, dass es nicht richtig sein konnte, Griechenland um jeden Preis in der Eurozone zu halten. Deswegen habe ich auch gegen alle Widerstände in dem Fall nicht mit meiner Fraktion gestimmt.“

Der 57-jährige Glasermeister, der Familienvater von fünf Kindern ist, bezeichnet sich selbst als „ein Kind der Region zwischen Schnackenburg und Amelinghausen“. Pols wohnt in Lüneburg, wo er geboren und aufgewachsen ist. Seine Tätigkeit im Bundestag findet Pols nach wie vor sehr spannend: „Das Abgeordnetendasein bringt zwar viel Arbeit mit sich, es ist aber eine sehr erfüllende Tätigkeit. Menschen Gehör zu verschaffen, das Leben der Menschen vor Ort zu verbessern und damit für die Gesellschaft etwas Gutes bewirken zu können, ist unverändert schön!“

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