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Autobauer in die Pflicht nehmen

26. September 2018 - Berlin

26. September 2018

Pols MdB: „Autobauer sind in die Pflicht zu nehmen“

Berlin Um Fahrverbote für Dieselautos zu verhindern, plant die Bundesregierung die Einführung eines Optionsmodells für ältere Diesel-Pkw. „Mir ist es dabei wichtig, dass die Autofahrer nicht auf den Kosten sitzenbleiben. Die Autoindustrie ist für ihre Produkte verantwortlich und muss den Schaden vollumfänglich tragen, den sie durch die Abgasmanipulationen angerichtet hat“, unterstreicht der CDU-Bundestagsabgeordnete für Lüchow-Dannenberg und Lüneburg, Eckhard Pols, der Mitglied im Verkehrsausschuss des Deutschen Bundestages ist.

Nach den Plänen des Bundesverkehrsministeriums sollen die Autofahrer mehrere Optionen angeboten bekommen, von denen eine die Hardware-Nachrüstung darstellt. Hier sollen die Autobauer bei Umbaukosten von bis zu 3000 Euro insgesamt 80 Prozent der Kosten übernehmen, sodass der Kunde bis zu 600 Euro selbst zahlen würde.

Beim Verkehrspolitiker Eckhard Pols, der zudem gelernter Glasermeister ist, stößt die Kostenteilung auf Unverständnis. „Wenn ein Handwerker ein fehlerhaftes Produkt liefert, trägt er die Kosten der Mängelbeseitigung. Warum das bei den Autoherstellern jetzt anders sein soll, kann ich beim besten Willen nicht erkennen. Die Autobauer müssen alle Kosten tragen. Dafür werde ich mich im Verkehrsausschuss auch weiterhin einsetzen“, so Pols.

Neben der Möglichkeit der Hardware-Nachrüstung sehen die Regierungspläne vor, dass Besitzer älterer Diesel-Pkw auch zwischen einem Rückkauf und einem Umtausch ihres Pkw wählen können. Dabei soll beim Rückkauf der Zeitwert zuzüglich eines Aufschlages von 20 Prozent erstattet werden. Beim Umtausch sollen den Autobesitzern dagegen moderne Euro-6-Diesel angeboten werden. Pols: „Für welche Option man sich letztendlich auch entscheidet, dem Autobesitzer dürfen in jedem Fall keine Kosten entstehen.“

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