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Fischaufstiegsanlage am Stauwehr Geesthacht soll schnellstmöglich wieder in Betrieb gehen

21. Juli 2020 - Berlin

Pols MdB: „Fischaufstiegsanlage am Stauwehr Geesthacht soll schnellstmöglich wieder in Betrieb gehen“

Berlin Wie das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) auf Anfrage des CDU-Bundestagsabgeordneten für Lüchow-Dannenberg und Lüneburg, Eckhard Pols, diesem gestern schriftlich mitgeteilt hat, soll die Fischaufstiegsanlage auf der Südseite des Stauwehrs Geesthacht schnellstmöglich wieder in Betrieb gehen. „Die bauvorbereitenden Maßnahmen zur Instandsetzung sind bereits angelaufen“, berichtet Pols und ergänzt: „Ziel ist, mit der baulichen Umsetzung 2021 zu beginnen und die Fischaufstiegsanlage im ersten Quartal 2023 wieder in Betrieb zu nehmen.“

Zusätzlich zu der bereits durchgeführten Besatzmaßnahme mit Steigaalen werde die dem BMVI nachgeordnete Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung (WSV) Sofortmaßnahmen ergreifen, um die derzeitigen Einschränkungen der Fischdurchgängigkeit an der Staustufe Geesthacht zu kompensieren. Zu diesen Sofortmaßnahmen gehöre zum Beispiel eine temporäre Aalleiter. Pols: „Trotz der Sofortmaßnahmen will die WSV aber auch im kommenden Jahr wieder eine Besatzmaßnahme mit Steigaalen durchführen, was ich für die Artenvielfalt in der Elbe und ihren Nebenflüssen begrüße.“

Um die Funktionsfähigkeit der Fischaufstiegsanlage auf der Nordseite vorläufig wiederherzustellen, werde bis zur Fertigstellung einer Dauerlösung durch das Energieunternehmen Vattenfall von der WSV bis September 2020 eine Heberleitung installiert, die eine Lockströmung für die Fische erzeugt. „Es handelt sich hierbei zwar auch um ein Provisorium, es wird den Fischen aber voraussichtlich die notwendige Orientierung geben und ihnen besser über die Staustufe hinweghelfen“, betont Pols.

Die Fischtreppe am Nordufer der Elbe am Stauwehr Geesthacht gilt in Europa als größte Fischaufstiegsanlage ihrer Art. Sie wurde vom Energiekonzern Vattenfall als Kompensation für ökologische Eingriffe in die Elbe durch den Bau des Kohlekraftwerks in Hamburg-Moorburg errichtet. Die Lockströmung, die die Fische in die richtige Richtung lenken soll, wurde im August 2019 nach dem Absacken des Dammes am Stauwehr baulich unterbunden. Durch die Zuschüttung der Fischaufstiegsanlage am Südufer des Stauwehrs wegen des drohenden Einsturzes einer Spundwand war für viele Fischarten die Wanderung in ihre Laichgebiete dann blockiert.

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