Return to site

Gesamtkonzept Elbe

2. August 2018 - Berlin

2. August 2018

Pols MdB: „Gesamtkonzept Elbe muss schnell und konsequent umgesetzt werden“

Berlin Auch in diesem Jahr leidet die Elbe wieder unter teils extrem niedrigen Wasserständen, welche die Binnenschifffahrt und so manchen Fährbetrieb wie in Neu Darchau beeinträchtigen. „Die Situation zeigt einmal mehr, dass Bund und Länder das Gesamtkonzept Elbe schnell und konsequent umsetzen müssen, wofür ich mich mit aller Kraft einsetze. Mit dem Konzept wollen wir die Elbe schiffbarer gestalten und dabei verkehrliche wie ökologische Bedarfe gleichermaßen berücksichtigen“, bekräftigt der CDU-Bundestagsabgeordnete für Lüchow-Dannenberg und Lüneburg, Eckhard Pols, der zugleich der binnenschifffahrtspolitische Sprecher der Unionsbundestagsfraktion ist.

Anfang Juli hat der Bundestag der Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung (WSV) sämtliche für die Umsetzung des Gesamtkonzeptes Elbe gewünschten 34,5 Stellen bewilligt. Dies sei allerdings nur ein erster Schritt. „Jetzt muss die WSV so schnell wie möglich das benötigte Personal werben, was angesichts der guten Arbeitsmarktlage gar nicht so einfach, aber durchaus möglich ist. Sollte es dabei Schwierigkeiten geben, wird der Bund aber auch bei Einstellungs- und Werbemaßnahmen unterstützen“, verspricht Pols.

Die Elbe führt derzeit so wenig Wasser, dass Frachtschiffe auf dem Weg vom Hamburger Hafen nach Magdeburg auf den Elbe-Seitenkanal ausweichen, wo normale Wasserstände herrschen. „Ein ganz großer Knackpunkt auf der Elbe ist vor allem die sogenannte ‚Reststrecke‘ zwischen Damnatz bei Dömitz und Hitzacker. Der Gewässerlauf zwischen den Buhnen links und rechts der Elbe ist dort 50 Meter breiter als in den angrenzenden Streckenabschnitten und damit relativ flach, was bei Niedrigwasser umso verheerender ist. Große, ungleichmäßig wandernde Sandbänke machen zudem eine ständige Verlegung der Fahrrinne erforderlich. Auch bei der Reststrecke brauchen wir damit endlich eine nachhaltige Lösung, die das Gesamtkonzept Elbe auf der Grundlage einer vorigen Untersuchung einfordert“, unterstreicht Pols.

Das letztes Jahr von einem Bund-Länder-Gremium beschlossene und von einer Entschließung des Bundestages unterstützte Gesamtkonzept Elbe umfasst Maßnahmen entlang der gesamten Binnenelbe im Umfang von 300 Millionen Euro. Die übergreifenden Ziele des Konzeptes bilden die Verbesserung der Schifffahrtsverhältnisse, die Erosionsbekämpfung, die Verbesserung des Hochwasserschutzes, die Reduzierung der Stoffeinträge sowie der Erhalt und die Wiederherstellung von Habitaten und Lebensraumtypen in Gewässern, an Ufern und in Auen.

Von wanderndem Sand in der Fahrrinne hängt auch der Betrieb der normalerweise zwischen Neu Darchau und Darchau verkehrenden Fähre „Tanja“ mit ab. „Der Pegelstand allein genügt nicht immer, um zu wissen, ob die Fähre ihren Betrieb aufnehmen kann. Bei Niedrigwasser hilft er vielmehr bei einer besseren Lageeinschätzung, weshalb an einer Testfahrt oft kein Weg herumführt“, berichtet Pols, der die Fähre selber gelegentlich nutzt, und betont: „Abhilfe schafft hier nur eine feste Elbquerung zwischen Darchau und Neu Darchau, die das Gesamtkonzept Elbe sicher gut ergänzt. Schließlich würde sie auch dazu dienen, dass die Menschen in Amt Neuhaus jederzeit die linkselbische Seite des Landkreises Lüneburg zügig erreichen können und umgekehrt, und zwar nicht nur unabhängig von Niedrigwasser, sondern auch von Hochwasser“.

All Posts
×

Almost done…

We just sent you an email. Please click the link in the email to confirm your subscription!

OKSubscriptions powered by Strikingly