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Ort der Erinnerung und Begegnung mit Polen

15. September 2021 - Berlin

Pressestatement 

von Eckhard Pols MdB, Vorsitzender der Gruppe der Vertriebenen, Aussiedler und deutschen Minderheiten der CDU/CSU-Fraktion im Deutschen Bundestag

zur heutigen Präsentation des Konzepts der deutsch-polnischen Expertenkommission für einen Ort der Erinnerung und Begegnung mit Polen im Auswärtigen Amt

„Der Beschluss des Deutschen Bundestages vom Oktober 2020, einen Gedenkort für die polnischen Opfer des Zweiten Weltkrieges in Berlin zu errichten, stellte einen außergewöhnlichen Meilenstein für die deutsch-polnische Aussöhnung dar.

Es ist daher bedauerlich, dass sich die vom Auswärtigen Amt eingesetzte Expertenkommission nach einem Jahr Beratung nicht auf einen Standort für die Gedenkeinrichtung einigen konnte. Noch bedauerlicher ist der Vorschlag – neben dem Gelände der ehemaligen Krolloper – des Askanischen Platzes.

Dieser Vorschlag widerspricht eindeutig dem Bundestagbeschluss, wonach der neue Erinnerungsort keine Konkurrenz zu bestehenden Gedenkeinrichtungen erzeugen darf. So ist im gegenüberliegenden Deutschlandhaus gerade erst das zentrale Gedenkvorhaben der Bundesregierung zu Flucht und Vertreibung der Deutschen eröffnet worden, das international eine durchweg positive Resonanz erhielt.

Der unter großen Anstrengungen erreichte Stand der deutsch-polnischen Verständigung darf nicht durch Projekte zurückfallen, welche die Versöhnung konterkarieren können.

Der Bundestagsbeschluss ist außerdem von der Hoffnung getragen, dass sich auch in Warschau zivilgesellschaftliche Initiativen dafür einsetzen, an das Schicksal der deutschen Heimatvertriebenen zu erinnern. Daher würdigt der Antrag die Rolle der deutschen Minderheiten in Polen sowie der Aussiedler und Vertriebenen als wichtige Brückenbauer zwischen beiden Ländern.“

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