Return to site

Unnötiges nächtliches Blinken an Windkraftanlagen hat ein Ende

17. Dezember 2018 - Berlin

17.12.18

Pols MdB: „Unnötiges nächtliches Blinken an Windkraftanlagen hat ein Ende“

Berlin Die Regierungskoalition in Berlin schränkt das Dauerblinken der Nachtbefeuerung von Windenergieanlagen ein. Dafür führt die Koalition die sogenannte „bedarfsgesteuerte Nachtkennzeichnung“ der Windenergieanlagen ein, wie es in der entsprechenden Beschlussempfehlung des Bundestagsausschusses für Wirtschaft und Energie heißt, die das Parlament jetzt angenommen hat (Drucksache 19/6155).

„Damit blinkt das rote Warnlicht nachts künftig nur noch, wenn sich ein Flugzeug nähert, und es geht direkt wieder aus, wenn das Flugzeug nach kurzer Zeit die Schneise verlässt“, berichtet der CDU-Bundestagsabgeordnete für Lüchow-Dannenberg und Lüneburg, Eckhard Pols, der als stellvertretendes Mitglied dem Wirtschaftsausschuss angehört. Die Regelung gelte aber nur für Windkraftanlagen, die aufgrund ihrer Höhe ein Hindernis für den Luftverkehr darstellen und einer Nachtkennzeichnungspflicht unterliegen. Vor allem ältere Windkraftanlagen unter 100 Metern müssten derzeit nicht nächtlich sichtbar gemacht werden.

Der Bürgermeister der Gemeinde Südergellersen, Steffen Gärtner, zeigt sich erfreut über die Neuregelung des Bundes: „Wir haben bei uns vor Ort 17 Windenergieanlagen, für die die Gesetzesänderung relevant ist. So wichtig uns als Gemeinde die Förderung der erneuerbaren Energien ist, rief das nächtliche Blinken der Anlagen jedoch auch kritische Stimmen hervor. Ich bin überzeugt, dass die Neuregelung ein richtiger Schritt in Richtung besserer Bürgerakzeptanz ist.“

Möglich macht die Pflicht zur „bedarfsgesteuerten Nachtkennzeichnung“ eine vom Bundestag beschlossene Änderung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes, die zum 1. Juli 2020 in Kraft tritt und für bestehende wie für neue Windenergieanlagen gilt. Pols: „Viele meiner Fraktionskollegen und ich selber haben aus ihren Wahlkreisen immer wieder Klagen über das störende Lichtsignal zu hören bekommen. Und tatsächlich ist es alles andere als angenehm, wenn man sich zu entsprechender Uhrzeit an Ort und Stelle begibt. Vielfach ist es zudem einfach auch unnötig, wenn z. B. kein Flugzeug in der Nähe ist. Deshalb hat sich die Unionsfraktion für die bedarfsgesteuerte Nachtkennzeichnung in besonderer Weise stark gemacht.“

Zugute komme die Neuregelung auch der Akzeptanz der Windenergie in der Bevölkerung, so Pols. Denn wenn keine neuen Standorte für Windenergieanlagen mehr ausgewiesen werden könnten, weil sie für die örtliche Bevölkerung vor allem mit Nachteilen verbunden wären, gerate die Energiewende ins Stocken. Pols betont aber: „Die Windenergie bleibt unverzichtbar, um den Anteil der fossilen Brennstoffe an der deutschen Energieversorgung noch weiter reduzieren zu können. Dazu verpflichtet uns etwa das Pariser Klimaschutzabkommen, zu dem wir als Union stehen.“

Die Pflicht ist zudem technologieneutral ausgestaltet. Dies bedeutet, dass diese Pflicht durch alle luftverkehrsrechtlich zugelassenen Optionen erfüllt werden kann. Derzeit ist nur die Aktivradar- und die Passivradaroption luftverkehrsrechtlich zugelassen. Mit der vorliegenden Regelung werden wesentliche Grundlagen zur Nutzung einer weiteren kostengünstigen Technologie, die auf der Auswertung von Transpondersignalen von Luftfahrzeugen basiert, geschaffen.

All Posts
×

Almost done…

We just sent you an email. Please click the link in the email to confirm your subscription!

OKSubscriptions powered by Strikingly