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„Wasserstoff eine Alternative bei Streckenreaktivierungen“

20. August 2019 - Lüneburg/Bremervörde

Pols MdB: „Wasserstoffantrieb ist eine umweltfreundliche Alternative bei Streckenreaktivierungen“

Lüneburg/Bremervörde Anlässlich der im Landkreis Lüneburg diskutierten Reaktivierung der Bahnstrecken von Lüneburg nach Bleckede und Amelinghausen hat sich der CDU-Bundestagsabgeordnete für Lüchow-Dannenberg und Lüneburg, Eckhard Pols, bei der Eisenbahnen und Verkehrsbetriebe Elbe-Weser GmbH (EVB) in Bremervörde über die beiden Brennstoffzellenzüge „Coradia iLint“ informiert, welche die EVB für den Hersteller Alstom im Regelbetrieb testet. „Die beiden Züge gewinnen ihre Energie aus Wasserstoff und stoßen lediglich Wasser aus. Damit sind sie komplett emissionsfrei. Der Besuch hat gezeigt, dass Wasserstoff auch im Bereich des Schienenpersonennahverkehrs eine sehr umweltfreundliche Alternative zu anderen Antriebsarten darstellt“, erklärt Pols, der sich als Mitglied im Ausschuss für Verkehr und digitale Infrastruktur des Bundestages auch mit diesem Thema befasst.

 

Aus erster Hand wollte sich der Abgeordnete über die Praxiserfahrungen der EVB austauschen, zumal die ConTrack Consulting GmbH, unterstützt durch Prof. Dr. Volker Stölting von Inros Lackner, derzeit im Auftrag des Landkreises Lüneburg ein Wirtschaftlichkeitsgutachten zu den Streckenreaktivierungen erstellt. „Dabei sollte die Frage des Klimaschutzes eine bedeutende Rolle spielen, die nicht nur mit einem batterieelektrischen Antrieb der Triebfahrzeuge oder gar der Elektrifizierung der Strecken technologisch zufriedenstellend beantwortet werden könnte, sondern eben auch mit Wasserstoff“, so Pols.

 

Im Gespräch mit dem Abgeordneten Pols hat EVB-Geschäftsführer Dr. Marcel Frank von „sehr positiven Erfahrungen“ seines Unternehmens mit den weltweit ersten Wasserstoffzügen berichtet, die die EVB auf der Strecke von Buxtehude über Bremervörde und Bremerhaven nach Cuxhaven fahren lässt. Dabei handelt es sich erst um Vorserienzüge, welche die Landesnahverkehrsgesellschaft Niedersachsen (LNVG) ab dem Jahr 2021 durch Serienfahrzeuge der gleichen Baureihe ersetzen will. Die LNVG hat bereits 14 dieser Züge bei Alstom bestellt.

 

Eine weitere Frage waren die Kosten. Hier habe bei seiner Anschaffung wiederum ein konventioneller Dieseltriebwagen die Nase vorn, berichtet Pols. „Da Wasserstoff aber günstiger ist als Diesel, kann der Wasserstoffzug diesen Nachteil unterm Strich wieder ausgleichen. Abgesehen davon, dass Diesel relativ umweltunfreundlich ist, bin ich deshalb dafür, Wasserstoffzüge als große Chance im Schienenpersonennahverkehr zu begreifen. Außerdem sind die Züge fast geräuschlos unterwegs“, so Pols weiter.

 

Der Bund hat die Entwicklung des „Coradia iLint“ über das „Nationale Innovationsprogramm Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie“ (NIP) gefördert. Das NIP ist Teil der Wasserstoffstrategie der Bundesregierung, die sie bis Ende 2019 überarbeiten will. Pols dazu: „Als Bund wollen wir die Wasserstofftechnologie weiter voranbringen und Deutschland in diesem Bereich weltweit führend machen. Die Technologie bietet riesige Potenziale für die Energiewende und den Klimaschutz, aber auch für neue Arbeitsplätze.“

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