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Wölfe in Deutschland

29. November 2018 - Berlin

29. November 2018

 

Pols MdB: „Wölfe in Deutschland - Sorgen ernstnehmen, Sicherheit schaffen, Bestände regulieren“

 

Berlin Die CDU/CSU-Bundestagsfraktion hat ein Positionspapier zum realistischen Umgang mit dem Wolf verabschiedet. Dabei wurde klargestellt, dass die Sicherheit der Menschen an erster Stelle stehen müsse.

„Der Druck durch den Wolf wächst. Wir erleben dies beinahe täglich auch bei uns im Wahlkreis Lüchow-Dannenberg/Lüneburg, weshalb immer mehr Menschen sich auch bei uns Sorgen machen. Unsere Landwirte und Tierhalter haben Angst um ihre Tiere, denn der Wolf ist ein Raubtier, das immer weiter vordringt. Fast täglich gibt es mittlerweile neue entsprechende Berichte“, erklärt der CDU-Bundestagsabgeordnete Eckhard Pols.

 

In Europa gibt es bereits 20.000 Tiere, in Deutschland Hunderte, viele davon auch in unserer Region. Die Bestände verdoppeln sich alle drei bis vier Jahre, zumal der Wolf keine natürlichen Feinde hat. „Für Wolfsromantik gibt es also keinen Anlass. Wir brauchen dringend einen realistischen Umgang mit der Art“, erklärt Pols. Deshalb hat die CDU/CSU-Bundestagsfraktion nun ein Positionspapier beschlossen, in dem ein Fahrplan für den Umgang mit dem Wolf aufgestellt wird. Dabei muss die Sicherheit der Menschen immer an erster Stelle stehen.

 

Für die CDU/CSU-Bundestagsfraktion ist eine realistische Bewertung der Wolfsbestände in Deutschland erforderlich. „Wölfe kennen keine Ländergrenzen. Die Tiere in Deutschland gehören zu einer zentraleuropäischen Population, womit längst ein günstiger Erhaltungszustand erreicht ist“, kritisiert Pols in Richtung Bundesumweltministerium, da das Ressort von Svenja Schulz (SPD) immer noch strengste Schutzmaßnahmen fordert. „Dafür fehlt aber jede wissenschaftliche Grundlage“, stellt Pols fest.

 

Die Union fordert deshalb, den Schutzstatus des Wolfes auf europäischer Ebene von „streng geschützt“ auf „geschützt“ zu senken und entsprechende Änderungen im deutschen Naturschutzrecht vorzunehmen. Heute können nur im Einzelfall verhaltensauffällige Wölfe erlegt werden. Zukünftig muss es auch in Deutschland möglich sein, klare Bestandsgrenzen zu definieren, wie es bereits heute in Frankreich oder Schweden gemacht wird. Nur so sei ein wirksames nationales Wolfsmanagement möglich.

 

Dafür fordert die CDU/CSU-Bundestagsfraktion in dem Positionspapier eine Unterscheidung zwischen Wolfsschutzgebieten und Wolfsmanagementgebieten. „Es muss eine unsichtbare Grenze zu Städten und Dörfern geben, die der Wolf nicht überschreitet“, betont Pols. Andernfalls müsse das Tier vergrämt oder erlegt werden können. Am Ende müsse es auch wolfsfreie Zonen geben. Denn in dicht besiedelten und wirtschaftlich genutzten Arealen sei kein konfliktfreies Zusammenleben mit dem Wolf möglich.

 

Die Unionsfraktion unterstützt auch die Forderungen der Weidetierhalter. „Sie brauchen umfassende staatliche Hilfe bei der Vermeidung von Rissen durch Schutzmaßnahmen. Für uns ist Tierschutz nicht teilbar. Aber auch für die Regulierung im Schadensfall sind bundesweit einheitliche Standards notwendig.“ Die Beweislast für Entschädigungen bei Nutz- und Haustierrissen sei dafür umzukehren. „Dort, wo wie bei uns oft kein technischer Schutz gegen Wölfe möglich ist, müssen auch Schutzjagden möglich sein“, so Pols abschließend.

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